Woiwodschaft Kleinpolen — sechs Nationalparks und die dichteste UNESCO-Landschaft Polens.
Die Region zwischen der Krakauer Jura und dem Tatra-Hauptkamm — Krakau mit dem größten mittelalterlichen Marktplatz Europas, die Salzbergwerke von Wieliczka und Bochnia, hölzerne Kirchen der Karpaten und sechs Nationalparks auf knapp fünfzehntausend Quadratkilometern.
Was Sie vor der Reise wissen sollten
Kleinpolen umfasst rund 15 108 km² und gehört damit zu den kleineren Woiwodschaften — und doch ist keine andere Region des Landes so stark gegliedert. Im Norden stehen die Kalkfelsen der Krakau-Tschenstochauer Jura, die Mitte füllt das weite Sandomirer Becken mit dem Weichseltal, und der Süden gehört den Beskiden, den Pieninen und der Tatra, dem einzigen hochalpinen Gebirge Polens. Auf der Rysy (2499 m) liegt der höchste Punkt des Landes; der Höhenunterschied zum Weichseltal beträgt mehr als zwei Kilometer.
Regionshauptstadt ist Krakau, über Jahrhunderte Königsresidenz. Der Hauptmarkt, im 13. Jahrhundert als Quadrat mit gut zweihundert Metern Seitenlänge abgesteckt, gilt als größter mittelalterlicher Marktplatz Europas; in seiner Mitte stehen die Tuchhallen, und über die Königsstraße gelangt man zum Wawel. Die Altstadt stand bereits auf der ersten UNESCO-Welterbeliste von 1978 — gemeinsam mit dem Salzbergwerk Wieliczka, das heute zusammen mit dem Bergwerk in Bochnia geführt wird.
Nirgends in Polen liegen so viele Welterbestätten beieinander. Dazu zählen die manieristische Wallfahrtsanlage von Kalwaria Zebrzydowska, 1999 eingetragen und bis heute die einzige Kalvarienberganlage auf der Liste, sowie die Holzkirchen des südlichen Kleinpolen mit ihrer Blockbauweise und den Schindeldächern, unter anderem in Dębno Podhalańskie, Lipnica Murowana, Binarowa und Sękowa. Auf der Liste steht auch das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Oświęcim, heute Gedenkstätte und Museum.
Naturräumlich stützt sich die Region auf sechs Nationalparks, die ganz oder teilweise hier liegen: Tatra (1955 gegründet), Pieninen, Gorce, Babia Góra, Ojców und Magura. Der Ojców-Nationalpark ist mit gut 21 km² der kleinste des Landes, birgt aber Schluchten, Höhlen, den Felsen „Herkuleskeule“ und das Renaissanceschloss Pieskowa Skała. In den Pieninen bleibt der Dunajec-Durchbruch die Hauptattraktion — erlebt vom Floß aus oder vom Weg auf die Drei Kronen.
Der Süden der Woiwodschaft ist zugleich eine Kurregion: Krynica-Zdrój, Muszyna, Szczawnica, Rabka-Zdrój und Piwniczna nutzen die Mineralquellen der Sandezer Beskiden. Im Winter lebt die Gegend vom Skisport — Zakopane, Białka Tatrzańska, Bukowina Tatrzańska und Czarna Góra. Dank des Flughafens Krakau-Balice und der Autobahn A4 ist Kleinpolen die am leichtesten erreichbare Bergregion Polens, was man im Sommer wie im Winter auf den Wegen deutlich merkt.
Diese Orte sollten Sie nicht verpassen
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Nationalpark Babia Góra
Ein einziger Bergstock als Nationalpark: der Diablak mit 1725 m, vier vollständige Höhenstufen und seit den 1970er Jahren UNESCO-Biosphärenreservat.
Mehr lesen →Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
Gelände des früheren deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers bei Oświęcim. Museum in zwei Teilen: Auschwitz I und Birkenau, seit 1979 UNESCO-Welterbe.
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Die Jura blüht, die Tatratäler sind im Mai schneefrei, oben liegt noch Schnee. Krakau ist vor der Saison angenehm leer.
Höchste Betriebsamkeit — Morskie Oko, Giewont, Floßfahrt auf dem Dunajec und Schlangen am Hauptmarkt. Früh starten lohnt sich.
Die beste Bergzeit: stabiles Wetter, weite Sicht, weniger Menschen. Goldene Buchenwälder in den Gorcen und Pieninen.
Skisaison in Tatra und Beskiden, Pferdeschlitten im Podhale, Thermen in Bukowina und Białka. Krakau im Lichterglanz.
Anreise und Wissenswertes
- Anreise
- Autobahn A4 aus Schlesien und von Rzeszów, Schnellstraße S7 aus Warschau weiter nach Zakopane; Flughafen Krakau-Balice, Bahn nach Krakau, Nowy Sącz und Zakopane
- Standorte
- Krakau für Jura und Wieliczka, Zakopane für die Tatra, Nowy Sącz und Krynica für die Sandezer Beskiden, Szczawnica für die Pieninen
- Beste Reisezeit
- September und Anfang Oktober im Gebirge, Mai und Juni in Krakau; Juli und August sind am vollsten
- Nationalparks
- Eintritt auf den Wanderwegen; in Tatra und Pieninen gilt Wegegebot, im Winter erfordern manche Routen Erfahrung
- Aktuelle Zeiten und Tickets
- Seite der Woiwodschaftsverwaltung und die Seiten der einzelnen Objekte
- Charakter der Region
- Kurze Wege, große Höhenunterschiede, in der Saison sehr viel Betrieb
Wie weit zu den Sehenswürdigkeiten
Ungefähre Entfernungen (Luftlinie) vom Zentrum Woiwodschaft Kleinpolen — aus echten Koordinaten berechnet. Auf der Straße ist es oft weiter.
- Nationalpark Babia Góra
- ~60 km vom Zentrum Woiwodschaft Kleinpolen (Luftlinie)
- Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
- ~81 km vom Zentrum Woiwodschaft Kleinpolen (Luftlinie)
Wo liegt Woiwodschaft Kleinpolen
Häufige Fragen — Woiwodschaft Kleinpolen
Was lohnt sich in der Woiwodschaft Kleinpolen zu sehen?
Wo findet man eine Unterkunft in der Woiwodschaft Kleinpolen?
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Woiwodschaft Kleinpolen — wie reist man am besten an?
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