Krynica-Zdrój ist der bekannteste Gebirgskurort Polens, genannt die „Perle der polnischen Kurorte”. Er liegt im Tal der Kryniczanka in den Sandezer Beskiden (Beskid Sądecki) auf etwa 560–620 m Höhe, umgeben von den bewaldeten Kämmen des Jaworzyna-Massivs. Den Status eines Kurorts baute der Ort seit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert aus und erlebte seine Blütezeit um 1900 sowie in der Zwischenkriegszeit.
Das Herz des Kurorts ist die repräsentative Promenade (Bulwary Dietla) mit der Wandelhalle (Pijalnia Główna), wo die Kurgäste die örtlichen Mineralwässer probieren — darunter den berühmten „Zuber”, eines der am stärksten mineralisierten Wässer Europas. Entlang der Promenade stehen historische Kurhäuser, Pensionen und Cafés, abends erklingt Musik aus der Konzertmuschel.
Über der Stadt erheben sich zwei Aussichtspunkte mit Bahnen: der Parkberg (Góra Parkowa) mit der historischen Standseilbahn von 1937 sowie die Jaworzyna Krynicka (1114 m) mit einer Gondelbahn — im Winter das größte Skigebiet der Sandezer Beskiden, im Sommer ein Wanderziel mit weitem Panorama, das bei gutem Wetter bis zur Tatra reicht.
Die Umgebung ist lebendiges lemkisches Erbe — hölzerne Kirchen an der Route der Holzarchitektur (u. a. die zum UNESCO-Welterbe gehörende Kirche in Powroźnik) — sowie die Erinnerung an Nikifor Krynicki, einen der berühmtesten naiven Maler, dessen Museum sich in der Villa „Romanówka” befindet. In der Nähe liegen weitere Kurorte des Poprad-Tals: Muszyna, Żegiestów-Zdrój und Piwniczna-Zdrój.
Anfahrt: von Krakau etwa 2,5–3 Std. mit dem Auto (DK75 / DW981), mit der Bahn bis zum Bahnhof Krynica. Krynica-Zdrój ist ganzjährig — es verbindet Kur und Wellness mit Skifahren im Winter sowie Wandern und Radfahren im Sommer.