Was die Wilden Löcher sind
Die Wilden Löcher sind ein Teil des Sandsteinplateaus des Heuscheuergebirges, der durch Millionen Jahre Erosion in Hunderte gigantische Felsblöcke zerfallen ist, getrennt durch tiefe (5–11 m) und schmale (mitunter <0,5 m) Spalten. Das gesamte Gebiet umfasst rund 21 ha. Die Entstehung ist geologisch analog zum Heuscheuerberg — Kreidemeer, Hebung, Wasser- und Frosterosion.
Der polnische Name „Błędne“ (Irrende) stammt aus einer Legende — im 18. Jahrhundert behaupteten die Einheimischen, „die Teufel hätten sich“ in diesem Labyrinth „verheddert“ und deshalb „verirrten“ sich auch die Menschen hier. Tatsächlich kann man ohne markierten Pfad leicht die Orientierung verlieren, die Korridore sind verwinkelt, Sackgassen überlagern einander. Daher ist das gesamte Gebiet heute ein Einbahnweg mit Geländern.
Der Wanderpfad
Die Besichtigungsroute ist ~1 km lang und führt in eine Richtung (von oben festgelegte Laufrichtung, um Staus an engen Stellen zu vermeiden). Gehzeit: 40–60 Min. Die engsten Stellen — ca. 0,4 m, seitlich; die tiefsten — ca. 11 m bis zum Spaltgrund. Treppen, Holzstege, stellenweise Stahlgeländer.
Startpunkt: ein Parkplatz in der Nähe (Anfahrt über eine Asphaltstraße von Bad Kudowa oder Karłów), Nationalpark-Ticket ~10 zł, zusätzlich ein Eintrittsticket für die Route der Wilden Löcher selbst ~10 zł. In der Saison Warteschlangen am Eingang (Einbahnführung = Engpass), an Wochenenden im Juli/August sogar 1–2 Std. Wartezeit.
Was Sie sehen
- Söckchen — ein schmaler Korridor in Form einer langgezogenen Spalte
- Tunnel — ein Durchgang unter einer Felsbrücke
- Esek-Fels — eine bekannte Formation, die an den Buchstaben S erinnert
- Großes Spinnennetz — verworrene Pfade im Inneren des Labyrinths
- Aussichtspunkte von den oberen Rändern — Panorama auf die tschechische Seite und das Adlergebirge
- Üppige Vegetation — Flechten, Moose, Farne an den Felswänden (den größten Teil des Tages schattig und feucht)
Wissenswertes
- Klaustrophobie — manche Stellen sind eng und dunkel, für klaustrophobische Personen kann es eine Herausforderung sein
- Rucksäcke — große Rucksäcke müssen vor dem Körper oder in der Hand getragen werden (sie passen nicht durch die engsten Spalten)
- Warme Kleidung — in den Korridoren ist es stets kühl (5–10°C niedrigere Temperatur als draußen)
- Schuhe — solide, steinige Pfade, stellenweise rutschig
- Kamera — auf dem Stativ (dunkel), Licht fällt über die oberen Ränder ein und schafft dramatische Kontraste
- Nicht für stark übergewichtige Personen — manche Spalten sind wirklich eng
Anreise und praktische Infos
- Eintritt
- Nationalpark-Ticket ~10 zł + Routenticket ~10 zł
- Dauer
- 40–60 Min.
- Schwierigkeit
- Mittel (enge Spalten, Treppen)
- Andrang
- An Wochenenden im Juli/August Warteschlangen 1–2 Std.
- Beste Zeit
- Früher Morgen oder nach der Saison
- Von Bad Kudowa
- ~15 Min. mit dem Auto
Wann am besten
Mai — frische Moose an den Wänden, wenig Andrang, ideale Zeit.
Gedränge. Komm früh morgens (vor 9:00) oder nach 17:00.
September am besten. Oktober nass, Pfade rutschig.
Route im Winter geschlossen (Sicherheit) — Öffnungszeiten im Dezember und März prüfen.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Glatzer Kessel
Entfernungen in Luftlinie ab „Wilde Löcher" — aus echten Koordinaten berechnet. Auf der Straße oft länger.
Übernachten in der Nähe
Unterkünfte aus unserer Liste, von denen Wilde Löcher fußläufig oder mit kurzer Anfahrt erreichbar ist.